Paul`s heilsame Hausgeburt nach einer nicht so schönen Krankenhausgeburt
Am Abend war ich noch am Stammtisch mit meinen lieben Arbeitskollegen.
Um 21:15 machte ich mich auf den Heimweg, nachdem noch jemand einen Scherz gemacht hat und ich nach einem kleinen Lachflash noch sagte:
„Jetzt fahr ich aber heim, bevor vor lauter Lachen die Fruchtblase platzt.“
Als ich zuhause war, legte ich mich noch kurz zu meinem Mann auf die Couch und wir sahen uns das Ende eines Filmes an.
Als ich um 22:00 aufstand, um mich bettfertig zu machen, wurde es plötzlich nass – Blasensprung.
Ich schieb Anna (Hebamme) eine SMS, um ihr Bescheid zu sagen, auch meiner Mama hab ich Bescheid gesagt, dass sie – falls sie Linda übernehmen muss – schon mal vorgewarnt ist.
Michel und ich bereiteten alles für die Geburt vor.
Die ersten Wellen
Als ich Michel bat, den Pool aufzubauen, meinte er noch: „Ach, das mache ich dann morgen früh.“
Aber ich beharrte darauf, dass er es gleich macht – zum Glück.
Um 22:15 kamen die ersten Wellen, die noch gut auszuhalten waren. Ich musste nur kurz innehalten und konzentrierte mich aufs Atmen. Sie kamen in kurzen Abständen und fühlten sich an wie Regelschmerzen.
Nachdem alles vorbereitet war, legte ich mich um 23:30 auf die Couch, um mich auszuruhen. Um Mitternacht legte sich auch Michel zu mir und schlief ein.
Die Wellen wurden stärker, aber in den Pausen döste ich immer wieder ein.
Intensiver werdende Phase
Gegen 01:30 weckte ich Michel, da die Intensität zunahm und ich wissen wollte, wie lang Pausen und Wellen waren (ca. 1,5 Min. Welle, 4 Min. Pause).
Ich musste mich stark auf die Atmung konzentrieren und mittönen, um nicht zu verkrampfen.
Um 02:30 bat ich Michel, den Pool zu befüllen und danach Anna anzurufen.
Um 02:45 rief er sie an.
Ich wartete noch ein paar Wellen ab und wollte dann in den Pool – doch als Michel mir von der Couch aufhalf, durchzog mich ein stechender Schmerz, der mich auf die Knie zwang.
Ich war verzweifelt und dachte: „Ich schaff das nicht mehr, wo ist bloß Anna? Ich brauch sie!!“
Anna kommt
Um 03:05 sagte Papa mir, dass Anna da ist – mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen.
Sie kam zu mir, berührte mich sanft am Rücken und war einfach da.
Sie kontrollierte kurz die Herztöne.
Anna fragte, ob ich in den Pool will, aber ich dachte, ich schaffe die paar Schritte nicht.
Da kam die erste leichte Presswehe.
Geburt im Pool
Anna zog mir die Hose aus, und in der nächsten Wellenpause halfen sie und Michel mir in den Pool.
Um 03:20 glitt ich ins Wasser – Erleichterung.
Ich machte es mir im Vierfüßlerstand am Rand gemütlich. Ich hatte unheimlichen Durst, Michel reichte mir immer wieder etwas zu trinken.
Die Wellen verstärkten sich, ich spürte, wie du nach unten geschoben wurdest.
In den Pausen konnte ich Kraft tanken und entspannen.
Anna fragte, ob ich fühlen möchte, wie weit du noch hast – doch während der nächsten Welle spürte ich genau, dass es nicht mehr weit war.
Ich sagte zu Michel: „Er ist gleich da.“
Die letzten Minuten
Ich hatte bis dahin nicht aktiv mitgeschoben, sondern meinen Körper machen lassen.
Dann kamen 2 Presswehen – ich spürte die Dehnung, aber dein Kopf rutschte wieder zurück.
In der 3. Presswehe schob ich mit – und dein Kopf wurde geboren.
Dieses Gefühl war unbeschreiblich unangenehm, aber auch wunderschön.
Die letzte Presswehe kam – um 03:40 wurdest du geboren!
Da ich im Vierfüßler war, gab Anna dir von hinten einen kleinen Schubs, sodass du durch meine Beine nach vorne schwammst und ich dich aus dem Wasser nehmen konnte.
Ich war so unglaublich glücklich!
Wenn du neugierig bist…
… wie HypnoBirthing genau funktioniert – welche Techniken wir im Kurs anwenden, welche Wirkung es auf den Körper hat und wie es mit dem Nervensystem zusammenhängt – findest du hier verständliche Erklärungen und weiterführenden Impulsen.