HypnoBirthing in der Praxis

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich das erste Mal von HypnoBirthing hörte. Es war in Wales, wo mein Mann und ich damals lebten – umgeben von steilen Küsten, salziger Meeresluft und einer Sprache, die sich anfühlte wie Gesang. Ich war schwanger mit unserer ersten Tochter. Und wie viele andere Paare spürten wir: Wir wollten die Geburt nicht dem Zufall oder der Klinikroutine überlassen. Wir suchten nach einem Weg, der Raum ließ – für Vertrauen, für innere Stärke, für ein bewusstes Erleben dieses tiefen Übergangs.

Durch Zufall – oder eher durch diese seltsame Fügung, die einen zur richtigen Zeit zum richtigen Buch führt – stieß ich auf Marie Mongans Methode. Ich verschlang das Buch „HypnoBirthing“ und wusste: Das ist es. Nicht, weil es mir eine schmerzfreie Geburt versprach, sondern weil es mich erinnerte. An das, was in mir längst angelegt war. An das, was wir vergessen hatten: Dass Gebären nichts ist, das gemacht werden muss. Sondern etwas, das geschehen darf – wenn wir es zulassen.

Die Geburt unserer Tochter wurde zu einer der tiefgreifendsten Erfahrungen meines Lebens. Und sie war der Beginn meines beruflichen Weges.

Was ist HypnoBirthing – und was nicht?

HypnoBirthing ist kein Zaubertrick. Es ist auch keine Methode, mit der man sich eine „perfekte Geburt“ herbeiwünschen kann. HypnoBirthing ist vielmehr ein Weg, sich körperlich und mental auf die Geburt vorzubereiten. Ein Weg, Vertrauen zu lernen – in den eigenen Körper, in die Kraft der Atmung, in das Zusammenspiel zwischen Mutter, Baby und Geburtsbegleiter:in.

Dabei nutzen wir Techniken wie:

  • Atemübungen, die den Geburtsverlauf unterstützen

  • Visualisierungen, die innere Bilder der Öffnung und Weite erzeugen

  • Selbst-Hypnose, um Ängste zu lösen und Entspannung tief im Körper zu verankern

  • Berührungs-Anker, um Wohlgefühl durch den/die Partner:in abrufbar zu machen

  • Übungen zur Körperwahrnehmung, z. B. aus der Franklin-Methode

Was viele erstaunt: Hypnose ist kein Wegtreten. Ganz im Gegenteil. Frauen berichten oft, dass sie während der Geburt besonders klar, präsent und konzentriert waren – ganz bei sich, ganz beim Baby.

Warum funktioniert das?

Weil wir unser Nervensystem beeinflussen können. Angst aktiviert den Sympathikus – den Teil unseres vegetativen Nervensystems, der für Kampf oder Flucht zuständig ist. Die Folge: verspannte Muskeln, schlechter durchblutete Gebärmutter, unterbrochene Wehentätigkeit. Entspannung hingegen aktiviert den Parasympathikus. Der Körper öffnet sich, die Hormone fließen, die Geburt kann sich entfalten.

HypnoBirthing hilft, den Angst-Spannungs-Schmerz-Kreislauf zu durchbrechen. Und das ist wissenschaftlich fundiert – nicht nur aus Sicht der Psychologie, sondern auch aus der Geburtsphysiologie.

Erfahrungen aus meinen Kursen

Manche Mütter kommen mit Zweifeln: „Ob mir das wirklich hilft, wenn’s losgeht?“ Eine Kursteilnehmerin sagte einmal: „Ich hatte Sorge, ob ich in der Situation überhaupt daran denke, zu atmen.“ Wochen später schrieb sie mir: „Ich wusste plötzlich, was zu tun ist. Deine Stimme aus der Regenbogenentspannung war wie ein Anker. Ich konnte einfach loslassen.“

Ein anderes Paar berichtete: „Wir hätten nie gedacht, dass wir die Geburt wirklich gemeinsam erleben können – aber genau das war es. Ein Wir-Erlebnis, nicht nur ein Geburtsprozess.“

Und ich weiß: Es gibt auch Geburten, die anders verlaufen als geplant. Eine Mutter schrieb: „Am Ende wurde es doch ein Kaiserschnitt – aber ich war ruhig, verbunden, vorbereitet. Und mein Baby auch.“

Ist HypnoBirthing nur etwas für Hausgeburten?

Nein. HypnoBirthing ist ortsunabhängig. Ich habe Frauen begleitet, die zu Hause geboren haben, in Geburtszentren, in Kliniken – ja, sogar bei geplanten Kaiserschnitten. Die Techniken helfen überall dort, wo du atmen kannst. Sie helfen nicht, weil sie die äußeren Umstände kontrollieren, sondern weil sie dich innerlich in deine Kraft bringen.

Was, wenn ich Angst vor der Geburt habe?

Dann bist du genau richtig. Angst ist kein Zeichen von Schwäche – sie ist ein Hinweis auf ein Bedürfnis nach Sicherheit. Im Kurs lernst du, woher Ängste kommen, wie du sie körperlich spürst, wie du sie verwandeln kannst. Wir arbeiten auch mit Hypnose zur Blockadenlösung. Du darfst Angst haben – und sie gleichzeitig Stück für Stück loslassen lernen.

Meine Ausbildung – was mich qualifiziert

Ich bin ausgebildete HypnoBirthing-Kursleiterin nach Marie Mongan, Geburtsvorbereiterin (VGE), Bewegungspädagogin der Franklin-Methode, zertifiziert in Gewaltfreier Kommunikation, Hypnotherapie und in Geburtsnachsorgegesprächen.

Seit über 13 Jahren begleite ich Frauen und Paare auf diesem Weg – mit Wissen, mit Ruhe und mit dem tiefen Vertrauen: Geburt ist Wandel. Und Wandel darf getragen sein.

Wie läuft ein HypnoBirthing-Kurs bei mir ab?

Der Kurs besteht aus vier Einheiten zu je 3,5 Stunden – online oder vor Ort. Du kannst als Paar teilnehmen oder als Schwangere allein (z. B. mit einer Freundin oder Doula als Begleitperson).

Inhalte des Kurses:

  • Drei Atemtechniken (Ruheatmung, Wellenatmung, Geburtsatmung)

  • Tiefe Entspannung und Selbsthypnose

  • Visualisierungen für Öffnung, Verbindung und Vertrauen

  • Die Rolle des Partners: unterstützend, nicht nur dabei

  • Physiologie der Geburt & Funktion der Gebärmuttermuskulatur

  • Umgang mit Schmerz: Endorphine statt Kampf

  • Übungen aus der Franklin-Methode zur Körperwahrnehmung

  • Geburtspositionen und praktische Vorbereitung

Du bekommst eine Kursmappe, Audiodateien zum Üben, und Raum für deine Fragen.

Die Gruppengröße ist bewusst klein – max. fünf Paare. So entsteht Vertrauen. Und genau darum geht es: Du sollst dich gesehen fühlen.

Die Kurskosten sind flexibel gestaltet – nach Selbsteinschätzung. Denn ich wünsche mir, dass jede Frau die Chance hat, sich gut auf ihre Geburt vorzubereiten

Und danach?

Viele Teilnehmer:innen wünschen sich eine Möglichkeit, „dranzubleiben“. Deshalb gibt es nach dem Kurs Übungsgruppen. Und auch Einzelbegleitungen – etwa, wenn du gezielt an Ängsten arbeiten möchtest oder eine belastende Vorerfahrung integrieren willst.

Mein Wunsch an dich

Vielleicht liest du diesen Text, weil du unsicher bist. Vielleicht, weil du neugierig bist. Oder weil du spürst: Da ist mehr. Mehr als Geburtsberichte im Krankenhausflur. Mehr als Statistiken. Mehr als Angst.

Ich lade dich ein, diesen Weg zu gehen – mit dir selbst, mit deinem Baby, mit der Person, die dich begleitet. Du musst nicht wissen, wie genau. Du musst nur bereit sein, dich selbst ernst zu nehmen.

Denn Geburt ist nicht nur ein körperlicher Prozess. Sie ist ein Übergang. Und du darfst diesen Übergang gestalten.

Mit Vertrauen. Mit Klarheit. Und mit der leisen, starken Stimme in dir, die sagt: Ich kann das.

Wenn du möchtest, schicke ich dir gern ein Handout, einen Link zu den Kursen oder beantworte deine Fragen persönlich. Du findest mich in Vorchdorf und online – dort, wo du Ruhe findest.

Herzlich, Martina

Dein Weg zur
selbstbestimmten Geburt

Dein Weg zur
selbstbestimmten Geburt

In meinen HypnoBirthing-Kursen stärkst du Vertrauen,
Ruhe und die Verbindung zu deinem Baby.