Im HypnoBirthing-Kurs lernen Sie 3 Atemtechniken. Eine Technik hilft Ihnen, Spannung abzubauen und in einen Zustand von Ruhe und Entspannung zu finden. Die anderen beiden Techniken unterstützen den Körper während einer Welle ganz gezielt bei der Arbeit. (Im HypnoBirthing sprechen wir von Wellen anstatt Wehen - um uns die positive Kraft von Worten zu Nutze zu machen)
Die Atemtechniken werden mit Vorstellungsbildern kombiniert und dadurch noch wirkungsvoller.

Die Techniken im Detail:

  1. Ruheatmung

    ZIel dieser Atmung ist es Stress und Anspannung abzubauen und in einen entspannten Zustand zu finden - im Alltag, in der Vorbereitung auf die Geburt, bei der Geburt während der ersten Wellen und in den Wellen-Pausen.
    Mit Übung werden Sie diese Technik bald so gut beherrschen, dass Sie sich mit ein paar wenigen Atemzügen in einen angenehm entspannten Ruhe-Zustand atmen können. In diesem Zustand kann der Körper optimal arbeiten, alle Körperfunktionen (z.B. Gebären) laufen reibungslos ab und es können nötige "Wartungs- und Reperaturarbeiten" vorgenommen werden. Mit einem Wort: in diesem Zustand arbeitet der Körper für uns und unsere Gesundheit.

  2. Wellenatmung

    Diese besondere Atemtechnik unterstützt die Gebärmutter in ihrer Arbeit bei jeder Welle. Dadurch kann die Effektivität jeder Welle erhöht werden und so kann sich die Dauer der Welle und auch die gesamte Öffnungsphase verkürzen. Gleichzeitig wird durch diese tiefe langsame Atmung die Sauerstoffversorgung für die Gebärmutter und das Baby gewährleistet. Hyperventilieren durch kurze Atemzüge wird dadurch vermieden.
    Mit der Ausatmung können wir uns außerdem ganz bewusst mit dem Baby verbinden - das kann Mutter und Kind ein Gefühl von "wir schaffen das gemeinsam" geben und beiden Sicherheit vermitteln.

  • Geburtsatmung

    ZIel dieser Atmung ist es, den Weg durch die Geburtsphase mit dem Baby gemeinsam zu gehen. Die Geburtsatmung unterstützt den Geburtsreflex des Körpers und wird während einer Welle in der Geburtsphase angewendet, während das Baby sich durch den Geburtsweg bewegt und geboren wird. Die Kraft der Welle wird mit der Atmung unterstützen. In dem wir die Ausatmung nützen um mitzuschieben und uns gleichzeitig Bilder vorstellen, die das Öffnen und Loslassen unterstützen, leistet das Gewebe des Geburtsweges und des Damms weniger Widerstand. Das heißt wiederum, dass weniger Kraft nötig ist und der Geburtsvorgang für Mutter und Kind schonend sein kann.


Tipp für die Praxis:


Wie Sie eine tiefe Bauchatmung erleben können:

Atmen Sie ein und ziehen Sie dabei die Schultern zu den Ohren hoch. Halten Sie die Spannung und den Atem für ein paar Sekunden. Lassen Sie dann mit einem hörbaren Seufzen die Schultern und alle Anspannung fallen. (Nicht langsam nach unten führen. Richtig fallen lassen!)
Und dann - die Atempause genießen. Warten Sie, warten Sie, warten Sie....bis ganz von selbst Luft durch die Nase einströmt. Beobachten Sie diesen feinen Atem, wie er ganz von selbst....ja, wohin strömt?  Wo haben Sie diese Einatmung nach dem Anspannen, Seufzen und Loslassen in ihrem Körper gespürt?